
Die 50er Jahre waren für Carl Schmitt, der wegen seines Engagements in der nationalsozialistischen Zeit nach 1945 keinen Lehrstuhl mehr innehatte, eine produktive Phase. Er verfaßte u. a. zwei Gespräche zwischen fingierten Partnern, die seinerzeit sowohl gedruckt publiziert als auch im Rundfunk gesendet wurden. "Das Gespräch über die Macht und den Zugang zum Machthaber", zum ersten Mal 1954 erschienen, faßt in dem Carl Schmitt typischen Stil dessen jahrzehntelange Beschäftigung mit politischer Machtausübung zusammen. Neben der Frage der Trennbarkeit oder Untrennbarkeit von Macht und Konsens und der nach der Macht über den Einsatz moderner Vernichtungsmittel steht als zentrales Problem das des Zugangs zum Machthaber, seiner Allmacht und gleichzeitigen Ohnmacht im Mittelpunkt. Dieser Zugang
wird an Beratung und Immediat-Vortrag des Herrschers im Absolutismus beschrieben wie an dem "Korridor zur Machtspitze" bei der auf das Äußerste getriebenen Vereinigung aller Macht in der Hand moderner Diktatoren. Das "Gespräch über den Neuen Raum" ist 1958 zum ersten Mal an entlegener Stelle in einer Festschrift publiziert worden. Im Mittelpunkt dieses Gespräches steht der aus Carl Schmitts Veröffentlichungen bekannte Gegensatz von Land und Meer, die daraus abgeleitete Entstehung moderner Technik und die Eroberung des Weltalls. Die Folgen der
entfesselten Technik werden nach Schmitt nicht in den Weiten des interstellaren Raumes gebändigt, sondern, wenn überhaupt, auf der Erde.
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1888–1985
Carl Schmitt (11 July 1888 – 7 April 1985) was a German jurist, political theorist, and prominent member of the Nazi Party. **Source**: [Carl Schmitt](https://en.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt) on Wikipedia
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